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… hat drei Aufgaben: Einmal ist sie als die interaktive Ergänzung zu meinem inzwischen abgeschlossenen Dissertationsprojekt „Hitzig und Berlin. Zur Organisation von Literatur (1800-1840)“ gedacht. Dann stellt sie mein aktuelles, an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedeltes Forschungsprojekt „Briefedition Julius Eduard Hitzig“ vor. Drittens gibt sie Auskunft über die Aktivitäten der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe "Berliner Intellektuelle 1800-1830".

Montag, 28. März 2011

Hitzig und Chamisso: „Verwahre meine Briefe, Briefe sind Archive.“

Fest steht: Es fehlt an einer Edition der Korrespondenz Chamissos. Dabei war es Chamisso selber, der seinem Freund Louis de la Foye in einem Brief nahelegte: „Verwahre meine Briefe, Briefe sind Archive.“ Diese Aufforderung fruchtete insofern, als eine Großzahl der Chamissoʼschen Korrespondenzpartner seine Briefe wie Schätze bewahrten und sie seinem ersten Biographen und Freund Julius Eduard Hitzig für dessen „Leben und Briefe von Adelbert von Chamisso“ zum Abdruck zur Verfügung stellten. Diese erste Briefausgabe gilt in der Forschung nach heutigen wissenschaftlichen Standards als mangelhaft, da Hitzig entscheidende Änderungen in den Chamissoʼschen Briefen vornahm. Tatsächlich verdanken wir ihr allerdings eine erste Orientierungsmöglichkeit hinsichtlich des Chamissoʼschen Briefnachlasses. Hitzig hatte bei seiner Zusammenstellung nämlich neben den durch die Briefpartner überlassenen Briefen Zugriff auf umfangreichstes Nachlassmaterial.
Anlässlich der internationalen Tagung „Adelbert von Chamisso - Korrespondenzen und Transformationen“, die vom 8. bis 11. Juni 2011 in Paris stattfinden wird (siehe Termine), wird folglich in einem Vortrag einerseits die Entstehungsgeschichte der von Julius Eduard Hitzig veranstalteten Chamisso-Biographie „Leben und Briefe von Adelbert von Chamisso“ auf der Basis des Chamissoʼschen Briefnachlasses skizziert und die zugrundeliegenden Hitzigʼschen Editionsrichtlinien beleuchtet. Andererseits wird das ab Februar 2011 an der Humboldt Universität Berlin angesiedelte Editionsprojekt „Briefedition Julius Eduard Hitzig“ unter besonderer Berücksichtigung des Hitzig-Chamissoʼschen Briefwechsels vorgestellt.

Kommentare:

  1. Ein Tagungsbericht von Michael Bienert findet sich hier: http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Chamisso_Magazin_06_2011.pdf (S. 26-29)

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  2. Ein Konferenzband mit den Beiträgen der Teilnehmer erscheint voraussichtlich im Laufe des zweiten Halbjahres 2012 bei V&R unipress.

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